Saturday, November 25, 2017

25 November 2014

Siebzehnter Reisetag

Habe mir den Wecker extra auf 8:00 Uhr gestellt, will mal wieder etwas Feintuning an meinem Körper betreiben. Die Haare müssen ab, ich seh ja schon aus wie ein übrig gebliebenes Blumenkind aus den 70er’n.
Dann Essen fassen, auch da sehen wir uns in zurückliegende Zeiten versetzt. Das Ambiente und die am Rand gerkrümmte Wurst erinnert uns an so manchen FDGB-Urlaub. Naja, der Kaffee schmeckt und wir werden auch satt. Dann wieder ein paar Einstellarbeiten am Bike, Gerry muß seine Kette spannen und schon geht es los, die Sonne scheint.
Es nützt nichts, wir müssen die Eierei an der Küste aufgeben, sonst müssen wir unseren Urlaub verlängern. Um vorwärts zu kommen bleibt nur die Autobahn. Geplant ist das wir spätestens Donnerstag in Berlin einreiten, damit wir das Wochenende noch zum austrudeln haben und unsere lahmen Flügel pflegen können. Mittlerweile habe ich Hände wie Wolf Larsen der Seebär. Durch das ständige am Ape hängen, schließlich haben wir schon weit über 5000 km zurückgelegt, habe ich das Gefühl als könnte ich mit einer Hand eine rohe Kartoffel zerdrücken.
Die kroatische Autobahn haben wir gestern schon kennen und schätzen lernen dürfen, nur der böige Wind der heute über sie hinwegpfeift ist neu. Er schubst, zerrt und kommt zudem immer aus der falschen Richtung. Wenigstens bleibt uns der Regen erspart. Es geht flott voran, wir Pegeln uns auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 110 km/h ein, nur nicht die alten Mädchen überlasten. Ca 90 km vor Zagreb verlassen wir die Autobahn, fahren Richtung Bosanci und überqueren dann auch schon die Grenze zu Slowenien. Von da ab geht es auf der Landstraße weiter, Heimatgefühl macht sich breit, ähnelt doch die Natur und die hübschen Dörfer manch deutschem Landesteil. Beim fliegen über gute Straßen und durch sanfte Kurven, stellt sich ein besonderes Feeling ein. Beide sind wir der Meinung das wir genug haben von Küste samt der dazugehörenen Straße, von Bergen mit ihren vielen Serpentinen.
Kurz vor Ljubljana geht es nochmals auf die Autobahn die wir, die Alpen mit ihren noch Schnee bedeckten Gipfeln fest im Blick, in Kranjska Gora verlassen. Damit haben wir das heutige Etappenziel erreicht. Nach kurzer Suche, lassen wir uns in einer urigen Pansion inmitten uriger Berge nieder. In diesem riesigem Haus sind wir die einzigen Gäste bekommen gut zu essen aber kein Bier. So führt uns der Verdauungsspaziergang nach dem Essen an eine Tankstelle um einen Schlaftrunk einzukaufen. Und so brauchen wir auch nicht lange, nach dem zweiten Bier klappen uns die Äuglein zu.

                  



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