Thursday, November 23, 2017

25 November 2014

Sechzehnter Reisetag

Eigentlich war der Wecker auf 8:30 Uhr gestellt, aber ab 7:00 Uhr war an Schlaf nicht mehr zu denken. Nachdem der Verkehr zunahm und somit immer lauter wurde, entschlossen wir uns bereits um 8:00 Uhr das Bett zu verlassen.
Wiederum gab es Omelette zum Frühstück, dazu Kaffee der eigentlich nur aus Milch bestand.
Nach dem Packen ging es dann Richtung Kotor, wunderschön an einer Bucht gelegen die seinesgleichen sucht. Die Häuschen alle im englischen Landhausstiel, sehr schön anzuschauen. Man kann die Bucht umfahren, oder nimmt die Abkürzung mit der Fähre. Wir entscheiden uns für Ersteres, wir wollen doch was sehen, falsche Entscheidung. Am Buchtanfang wundern wir uns schon über ein riesiges Durchfahrt verboten-Schild. Da dieses aber keinen zu interessieren scheint, fahren wir auch in die Bucht ein. Nagelneue Straße, links Wasser, rechts die netten Häuschen, sehr eng aber gut zu fahren. Ungefähr auf der Hälte ist die Straße dann plötzlich nicht mehr nagelneu, aber fleißige Hände sind dabei dieses zu ändern, kein Durchkommen. Also Kehrtwende, alles wieder zurück und doch die Fähre genommen. Ja, so kann man seine Zeit gut verbringen.
Montenegro kann man ohne weiteres als Urlaubsziel empfehlen, obwohl nicht Mitglied der EU, ist die Landeswährung der Euro und man mag es kaum glauben , war vorher die D-Mark. Wieder was gelernt, wer hätte das gewußt.
Es muß nicht immer Kroatien sein, welches wir kurze Zeit später erreichen. Kroatien ist natürlich auch wunderschön, davon sind wir nach kurzer Fahrzeit überzeugt.
Nach einem Tankstop geht es über Dubrovnik Richtung Split weiter, immer die Küstenstraße entlang die sich Kurvenreich vor sich hinschlängelt und zudem auch noch stark befahren ist. Berge, Meer, nett anzuschauende Orte, aber so richtig will es nicht vorangehen, obwohl der Straßenbelag wirklich kompfortabel zu fahren ist. Mitten im Land dann plötzlich wieder ein Grenzübergang, ein Zipfel Bosnien-Herzogowina ragt bis ans Meer. Nach einem Blick auf unsere Nummernschilder werden wir lässig herein und kurze Zeit später wieder hinausgewunken.
Dann, ca 100km vor Split mitten in den Bergen, fängt es an zu tröpfeln. Geübt springen wir in unsere Regenpelle, das hatten wir ja lange nicht. Wenig später ergießt sich das tröpfeln in ein Unwetter welches seinesgleichen sucht. Erinnerungen an den Ballaton kommen hoch, ihr erinnert euch. Nachdem ich, bei Sicht gleich Null,in eine hüfthohe Pfütze jage, eine Tsunamiewelle sich über mich und mein Baby ergießt und ich mich fast auf die Fresse packe, geben wir auf. An dieser Stelle möchte ich euch mal unseren Schutzengel vorstellen der von Anbeginn der Tour an meinem Lenker baumelt. (Danke an meine liebe Katrin) Mittlerweile etwas schmuddlig geworden, erfüllt doch noch seine Schutzfunktion. Ich hoffe ihr könnt ihn auf dem Foto erkennen.
Unter einem Baum warten wir auf Wetterberuhigung. Als der Regen sich ein wenig legt zuckeln wir weiter, entschließen uns aber bei passender Gelegenheit auf die Autobahn zu fahren.
Dann die Autobahn, Entspannung und Erlösung zugleich, wir schweben förmlich über den Asphalt der nicht eine Unebenheit aufweist. Endlich machen wir wieder Kilometer. Auch die Sonne kämpft sich wieder durch die Wolken, unsere Laune steigt. Doch wir müssen feststellen, je weiter westlich wir fahren um so kälter wird es auch.
Sind wir heute Morgen noch bei weit über 20 Grad losgefahren bewegen sich jetzt die Temperaturen um 10 Grad.
Völlig unpassend gekleidet setzen wir unseren Weg fort und frieren uns ganz schön den A… ab, zumal wir vom fettem Landregen auch noch nass sind.
Die Sonne steht schon tief am Himmel, es wird Zeit für die Suche nach einem Plätzchen für die Nacht und so fahren wir ca 50 km nach Split vom Highway ab und fallen in einem kleinem Ort Namens Sibenik ein. Der Weg zur City ist gut ausgeschildert und so finden wir uns kurze Zeit später am Hafen wieder.
Dort steht ein Hotel, sieht teuer aus, nein das wollen wir nicht. Es ist bereits 21:30 Uhr als wir an genau diesem Hotel wieder landen und für ein Zimmer fast jeden Preis bezahlen würden. Im Umkreis von mehreren Kilometern ist nichts zu machen, der Ort scheint noch nicht so touristisch erschlossen wie manch andere Orte in Kroatien. Diese eine Nacht reißt auf jeden Fall ein ganz schönes Loch in die Urlaubskasse, zumal wir für schönere Zimmer mit noch schönerem Ausblick auf dieser Reise schon bei weitem weniger bezahlt haben. Nun wollten wir nach dem duschen nicht auch noch die Restaurantpreise des Hotels kennen lernen und so kehrten wir kurzerhand beim Pizzabäcker um die Ecke ein, der eigentlich schon schließen wollte, Glück gehabt.
Dann ging es zurück in unser “Superhotel” und wir schliefen super ein.

              



Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Facebook login

User Login

Wer ist online

Zurzeit sind 0 Benutzer online.

Neueste Kommentare