Ende ´92 fragten sich Muschie, Dirk, Carlos und Micha, wo sie ihre zum Teil neu erworbenen Kisten unterstellen könnten. Andi und Uschi meldeten Interesse als Untersteller an. Kurzerhand nahm man Kontakt zur Treuhand auf. Diese verwaltete auch den alten Fleisch- und Schlachthof im Berliner Bezirkseck Friedrichshain/ Lichtenberg/ Prenzlauer Berg,Eldenaer Straße. Die Verhandlungen waren kurz und konstruktiv, so daß wir im
Februar ´93 unsere Räumlichkeit beziehen konnten. Mit viel Eigeninitiative und -kapital bezogen wir ein 150qm Areal, welches sich in einer 3000qm Halle und diese sich in einer 15000qm Halle befand. Von der Sache her recht sicher, was Einbrüche anging, jedoch im Sommer heißschwül und nach altem Fleisch stinkend und im Winter klamm und eiskalt. Von mehr oder weniger Anfang an gehörten auch die noch heute aktiven Mitglieder Uschi und Andi dazu. Die beiden nutzten die Garage als Unterstellmöglichkeit für ihre Moppeds (im Unterschied zu den Anderen, die schrauben wollten). Und kurz nach Einweihung stehen auch Sebastian und Kurt auf der Matte. Es begab sich, daß der große Berliner MOB eine gemeinsame Ausfahrt, zum Treffen oder Tscheschien, oder so, starten wollte. Jedoch sagte der Wetterbericht nichts Gutes voraus. Auf die Aussage, daß wir trotzdem fahren sollten, sagte eine noch heute (;-)) bekannte Person: "Ja, fahrt ruhig, Ihr seid ja auch die Harten!" Wat soll ick sagen, der eine Teil fuhr, der andere nich...
In ´94 stand die erste Party ins Haus. Wir erinnerten uns an den alten Ausspruch und ließen (selbst-)ironisch mal ein Logo mit entsprechendem Namen auf T-Shirts drucken. Die "Harte Garage Berlin" war geboren. Die Feierlichkeit war ein Volltreffer. Unsere Stammkneipe "Drittes Ohr" schloß ihre Pforten, nicht ohne zu vergessen, an runtergelassene Jalousien die Nachricht, wo sie sich aufhielten, zu pinnen. Das hatte zur Folge, daß von anvisierten 40-50 Leuten so um die 250 Seelen bei uns herumtanzten. Der halbe Friedrichshain, eine willkommene Abwechslung. Legendär sind die Reden vom Herrn Rosentritt, die lackierte Bratwurst unseres Grillmeisters Dirk und der wilde Auftritt unserer Band "Shit on the Rubberboots". Auch unsere Freunde und Helfer fühlten sich ganze 2 Stunden wohl bei uns. Nebenbei war diese 3-Tages-Party gespickt mit einem Ausflug ins SEZ zum Planschen und einer Bustour durch Berlins Mitte. (Bild- und Tondokumente vorhanden.. ihr Schwaben!)
1995 war gekennzeichnet durch diverse Ausfahrten, gemeinsame Urlaube mit dem MOB und einer Party zum Ende des Jahres. Wir wollten uns allerdings selbst übertreffen. Dem Motto "Liberte au Mort" stand ja auch nichts im Wege. Allerdings hat niemand mit einer Resonanz von 350 Viren gerechnet. Wieder einmal war das Bier vorzeitig alle, so daß Nachschub aus unserer Stampe geholt werden mußte. Und Inge von der Band "Heart of Stone" konnte sich an die zweite und dritte als auch vierte Runde des Konzertes nicht mehr erinnern. Der ist, so kannte man ihn gar nicht, völlig ausgerastet beim Klampfen. Wohl zu viel geraucht von dem guten Zeug. Abgesehen von zersprengten Feuerlöschern, zerdroschenen Paletten und anderen Kleinigkeiten gab es keine besonderen Vorkommnisse. Ham sich wohl alle wohlgefühlt.. In Memory Of: "Living-Fass-Weitwerf-Party". Kurz danach bekamen wir auch Nachbarn. Bis heute verbindet uns zu Walhalla 92 Berlin ein herzliches Verhältnis.
´96 und ´97 dümpelten vor sich hin. Wir besuchten diverse Freundschaften (die Ölmühle möchten wir hier mal hervorheben.), machten Urlaub und genossen unsere Feierlichkeiten. Zu der Zeit begann auch die erste Fluktuation bei uns. Diverse Leute schieden aus, jedoch kamen Koryphäen wie Ronald, Boris, Schätzchen etc. zum Zuge. Die Organisation bekam auch endlich einigermaßen vernünftige Züge. Mitten hinein in unseren Garagentrott traf uns die Nachricht der Kündigung seitens der Treuhand. Kein Schwein wußte, wieso. Natürlich kannten wir die Bebauungspläne unseres Geländes, jedoch jetzt schon?? Micha hatte zu der Zeit viel von gleicher. Wie es der Zufall wollte, bekamen wir das Angebot, nach Lichtenberg, in die Herzbergstraße, zu ziehen. Ein Grundstück, welches sich die Weichen (der andere Teil des Berliner MOBs) wenige Wochen vorher zurecht gezimmert hatten. Dankend und zahlend nahmen wir diese Gabe an. Walhalla und Indianer zogen gleich mit auf das Industriegebiet. Eine neue Ära begann.
1996-1998: 100qm unterteilt in 4 Räume. Heizung. Fenster. Eingerichteter Tresen. Und vor allem eine eigene Ghettotonne draußen. Es folgte logischerweise die erste gemeinsame Party mit Nachbars. Ein Volltreffer, wobei die Erwartungen doch recht unterschiedlich waren. Doch auch hier sind diverse Anekdoten bekannt, z.B. daß irgendwann unser Andi schrie, er könne nicht mehr laufen und tanzen, da seine Beine im Beton fest steckten. Nur zur kurzen Erklärung; Wir hatten "Lustigmacher" unter die Decke gehangen, zum Trocknen. Jedermann konnte sich frei bedienen. Man sollte es aber nicht übertreiben. Keine Frage, der Großteil hat es übertrieben... Unsere Truppe verstärkte sich; Petry und Harry schauten mal rein und blieben. Spaßig, vor allem für die Prolls, war unser Besuch in der Filmstadt Babelsberg. Man stelle sich mal so eine Horde langhaariger Penner vor, die mit ihrer Masse wirklich der Meinung sind, sich in kleine Schiffchen, die für Kinder vorseits des 6ten Lebensjahres vorgesehen sind, reinzusetzen, und mit 0,4 km/h einen reißenden Strom hochfahren, um danach Bediensteten zu erklären, warum wir hier seien und überhaupt. Natürlich stand einem gegenseitigen Köpfen als auch einer Stunt- Show im Zuge danach nichts im Wege. Richtig eingelebt und zufrieden waren wir. Der Saal brummte und jeder von uns dachte: "Dat isset!" Jedoch ließ die nächste Überraschung nicht lange auf sich warten.
Im September 1999 ereilte uns die Nachricht, daß wir bis zum Ende des Jahres unser Grundstück zu verlassen hätten. Schöne Sache, wenn man gerade aus dem Urlaub kommt. Wat nu?? Gespräche mit Nachbars folgten. Hier war gerade Oimel in der glücklichen Situation, sich um Folgeobjekte kümmern zu können. Er nahm die Aufgabe mit Bravour an und wir bekamen Ende ´99 die Info von einem freistehenden Bunkergelände. (Den genauen Wortlaut bitte bei Oimel erfragen). Nach Prüfung diverser anderer Objekte war zum
Anfang 2000 ein Vor-Ort-Termin mit Besichtigung anberaumt. Für uns stand es überhaupt nicht zur Diskussion, dieses Gelände abzulehnen. Mitten in Berlin, ohne störende Anwohner, mit einer angrenzenden Viertelmeile zum Testen der Kisten, Herz, wat willste mehr!! Die Arbeit wurde angegangen. Aus einem völlig verwucherten Gelände wurde ein Garagen- und Bunkerhof geschaffen, der sich wirklich sehen lassen kann. Ziemlich schnell steht die Bar, mit unser wichtigster Anlaufpunkt. Den finden Schulle und Elektrik-Mario, zwei tatkräftige Aufbauhilfen, auch toll. Sie kommen öfter und bleiben irgendwann.Auch Heiko+Uli treten dem Verein bei. Mit den Arbeiten für das zukünftige Vereinsgelände wuchsen auch die Ideen, diese Truppenkonstellation offiziell werden zu lassen. Aber nicht, bevor eine dieser legendären Feierlichkeiten stattfinden sollte. Also zogen wir wieder alle Register und ließen die Tassen kreisen. Mit Besuchern und Gästen, mit den wir wiederum nicht gerechnet hatten. Halb Usedom war da, nicht zu vergessen unsere
Bad Dürrenberger als auch Wurzener, Nauener sowie logischerweise die
Ölmühle und der "Rest" der Berliner.
06.12.2000 Es ist vollbracht! Dieser Verein heißt ab jetzt "Motorsportverein Die Harte Garage Berlin e.V." Gemeinnützig sollte in der Satzung aber schon enthalten sein. Für das Erste stehen allerdings noch Verschönerungsarbeiten beim Gelände ins Haus. Logischerweise packt jeder, der auch mehrere freie Hände zur Verfügung hat, zu. Leute wie Jens, Mike als auch Tayfun helfen. Jedoch kann nicht immer gesagt werden, daß diese Leute auch ein Beitrag für den Verein sind. Nach anfänglicher Freude und Dank für die tatkräftige Unterstützung fingen wir an, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und gesunden uns in
2001. Teilweise blieb uns keine andere Wahl. Aber wir haben nun mal was gegen persönliche Bereicherungen und Ausnutzung. Sausen gabs auch. Hier sei Harrys 40er, Michas 30er und Petrys 30er hervorgehoben. Micha wollte wohl die Gemeinnützigkeit des Vereins mal probieren. Nach einem, nennen wirs mal Mißgeschick, durfte und konnte er gemeinnützige Arbeit ab Mitte 2001 bis Mitte
2002 ableisten. Seitdem stehen wir bei den Gerichten in und um Berlin und Brandenburg als Möglichkeit zur Tilgung von Straftaten und Ableisten gemeinnütziger Arbeit zur Verfügung. Derzeit beschäftigen wir im Durchschnitt 2 Jugendliche, die ihre überschüssigen Energien bei uns im Verein loswerden können, sagen wir mal beim Schippen, Umgraben, Dach teeren, kleine Motorrad- oder Autoreparaturen, Tresendienst oder was sonst halt so alles anfällt.
Im Sommer 2002 gelang uns seit langer Zeit mal wieder Feierlichkeit als Berliner MOB!! In Oranienburg. Oder bei. Es war der volle Hammer. So viele bekannte und unbekannte Leute, die sich wohlgefühlt haben. Unsere Rockabillys heizten wie auch schon im Vorjahr von der ersten Minute an ein uns das ging dann bis irgendwann morgens. Wie immer, wollten wir es auf 3 Tage ausdehnen. Dieses Jahr waren die ersten Individuen allerdings schon am Donnerstag da und die letzten fuhren erst am Montagmittag. Das Jahr beschlossen wir mit einer kleinen Runde zum Glühwein und einem Treff in der Bar zu Sylvester. Abgesehen von den Feiern und Tätigkeiten im Verein bekam dieser starken Zuwachs in Personen von Martin, Mario, Thomas und Gerry, so daß wir mittlerweile 12 ordentliche Mitglieder zählen können. 5 Japaner, 2 Engländer, 1 Italienerin und 4 US-Eisen. Dazu 2 stille Mitglieder, die allerdings den Verein so unterstützen, wie es jeder andere auch tut. Mal sehen, wie es dieses Jahr wird... Apropos;Nur als kleiner Hinweis: Keine Mörder, Diebe und Sexualstraftäter!!
Party, Party, Party... Das Jahr 2003 hat es in sich gehabt.
Los ging es mit einem wirklich optimalen Jahreseinstand. Nach Aufräumarbeiten und Saubermachen bekam der alte Gevatter Frost uns zu fassen. Jeder friemelte vor sich hin. Doch was dann im Frühjahr zu Tage kam, konnte sich sehen lassen. Alle Kisten liefen und haben das Jahr über durchgehalten. Aber der Reihe nach. Nach unserer Jahresversammlung, wo wegweisende Beschlüsse gefasst wurden, packten wir die Arbeit an und nahmen alte, fast in Vergessenheit, geratene Aufgaben in Beschuß. Wir klebten unser undichtes Dach, bauten Treppen und machten das Gelände noch urbarer, als es voher schon war. Immer in Vorbereitung und dem Wissen unserer Jubiläumsparty. Unser Thomas, der alte Schlamper, wollte wohl zu viel. Wie kann man denn eine Vereinsfahrt zum Herrentag mitmachen, wenn man weniger als 8 Sätze Zündkerzen dabei hat ?? Die alte Engländerin wollte nicht so wie er wollte. Demzufolge gab er dem Mädel eine Ruhepause. Zwischendurch erhielten wir eine Einladung eines befreundeten Vereines aus Pasewalk zu den Störtebecker- Festspielen nach Ralswieck auf Rügen. Wir haben selten so ein geiles Open- Air- Schauspiel erlebt wie dort. Zwar haben wir die Wegbeschreibung nicht so richtig verstanden, jedoch erlebten wir einen selten schönen Monduntergang. Wir wurden verpflegt mit allem was das Herz begehrte. Betont sei, daß der Abend perfektioniert wurde durch Burkhard (Die Weichen), Maxi und unserem nicht mehr definierbarem Kauderwelsch. Kurz danach war unser Mario der Meinung, in den großen, großen Hafen der Ehe einschippern zu müssen. Nach wie vor wünschen wir ihm alles erdenklich Gute. Wir haben, man höre und staune, keine Kosten und Mühen gescheut, um ihm und seiner (unserer) Frau Petra wenigstens ein bissl Spaß zu bereiten. Zwischendurch zippelten wir immer an unserem Gelände herum. Eine 10- Jahres- Party muß ja wohl was Besonderes sein... Das Angebot kam; Shit on the Rubberboots, unsere Band von vor zehn Jahren, hat von der Feierlichkeit Wind bekommen. Es gab keine Verhandlungen, nur ein Dankeschön... Aber noch lange hin; zwischendurch fuhren wir zu verschiedenen Motorradtreffen. Normalerweise sieht man uns in Finsterwalde , Templin oder bei unseren Bekannten vom Road Holder MC in Wurzen. Wobei man dieses nicht als das Non- Plus- Ultra sehen sollte. Dann kam der 03.10.2003. Am Vortag oder Vorvortag ging es los. Empfang für die Leute von außerhalb. Daß wir so eine Herzlichkeit erfuhren, war uns völlig fremd. Gerechnet hatten wir mit hundert bis hundertzehn Leuten; daß am Freitag allein 210 und am Samstag nochmal 105 Individuen da waren, sprengte unser Vorstellungsvermögen. Aber egal, bewirtet haben wir alle. Nächstes Jahr auf ein Neues. Unser langjähriges Mitglied Harry hat Ende Oktober Berlin den Rücken gekehrt und zog in eine Kleinstadt, weit weg vom Schuß. Zu weit, um weiterhin ständig an den Geschicken des Vereins aktiv beteiligt zu sein und trat deshalb, zu unser aller Bedauern, aus dem Verein aus. Aber wiederum nicht zu weit, um nicht ab und zu mal bei uns vorbei zu schauen, wir brauchen also nicht ganz auf ihn verzichten. Das Jahr neigt sich dem Ende. Auf dem Programm stand nun noch unser alljährlicher Glühweinabend, der es in sich hatte, und ein Schlachtefest in Paschwitz bei Mike, was bestimmt nicht jedermans Sache war. So ging ein erfolgreiches und vor allem wunderschönes Jahr 2003 zu Ende. Die Motoren sind verstummt, alle haben sich in ihre Garagen zurückgezogen um ihre Baby`s zu perfektionieren, in freudiger Erwartung auf den ersten Sonnenstrahl....und die Motoren werden kräftiger erklingen als je zuvor.
Zum Jahreswechsel 2004->2005 gab es dann mal eine kleine Aufregung bei uns.
Spontan wurde entschieden, das zum weiteren Auffüllen des Geländes und unserer Bunkerdächer, mit Sand, mal eben so um die 60 Kubikmeter Erde geordert werden. Das wussten aber nicht alle. Also tobte der eine Teil unserer Truppe, der andere Teil sah zu, dass die Erde auch schnellstens verteielt wurde. Nach kurzer Zeit, pünktlich zu unserer Jahreshauptversammlung, hatten sich alle wieder lieb und spielten miteinander.
Ein Vereinsmitglied stellte uns im Winter heimlich bei so einer Fernsehsendung vor die unseren Barraum umbauen sollten. Als wir das mitbekamen, wurde unserer Bowlingabend kurzerhand um 2 Wochen verschoben. Die Fernsehtruppe kam eines Samstagmorgens gegen 9.00 Uhr. Es hieß, die seien bis 17.-18.00 Uhr fertich. Ich glaube, wir haben bis 22.00 Uhr bibbernd vor Kälte draußen um unsere Ghettotonne gestanden, um dann endlich, "Aaahh" und "Ooohh" sagend, reingehen zu dürfen.
Unsere bis dato beste Investition, unser Kaminofen, bullerte nur so vor sich hin, und wir tranken bei einem gemütlichen Beisammensein mit den Fernsehleuten und einigen Gästen das ein oder andere Bierchen.
Auch gab es im Winter 2005 erstmalig die inoffizielle DHGB- Meisterschaft im Tischtennis. Ausgelobt war ein Wanderpokal, welcher in regelmäßigen Abständen den Besitzer wechselte. Sonst wäre es ja kein Wanderpokal..hihi.
Zum Sommer hin erklärte uns das Finanzamt, wir dürften uns ab sofort nicht mehr "Gemeinnützig" nennen. Aufgrund unserer Internetpräsenz sei man zu dem Schluß gekommen, wir würden zuviel feiern und die Sache nicht ernst genug nehmen. Das haben die Leute, die Ihre Arbeitsstunden bei uns ableisten mussten, aber ganz anders gesehen. Aber egal, hat keinen weiter gestört. Hat man halt weniger Arbeit, gell?
Im Frühjahr kamen dann endlich die im Winter neu erschafften Rödelhaufen aus Ihren Garagen. Wie immer freute sich jeder einzelne für die anderen mit und ersten Ausfahrten stand nichts mehr im Wege.
Aus kurzen Tagestouren ins Umland Berlins wurden Wochenendfahrten nach Usedom (Gruß an die Wodans), Rügen (Gruß an die geplatzte Bremsleitung bei roter Ampel!!) oder auch wiedermal Voigtshain (Hallo Ronald und Co.). Einzelne rasten auch auf eigene Faust mit unbekanntem Ziel los.
Etwas länger blieb eine etwas größere Abordnung von uns im legendären Brozany bei Schwarzbier und Boskov, Prooooost. Musste auch länger werden, da die Hinfahrt mit kaputten Batterien, zwischenzeitlichen Schwächephasen und nochmal Batterieproblem auf der Rückfahrt den ADAC auf die Matte rief.
Der andere Teil begab sich eisern zur diesjährigen Premiere der Störtebekerfestspiele auf Rügen. Wie letztes Jahr REGEN, der aber pünklich zum Programmstart nachließ und so konnte unsere damals noch Fastbundeskanzlerin Frau A.Merkel ihre Begrüßungsrede halten, ohne sich ihre Top-Frisur zu ruinieren. Wie immer eine gelungene Veranstaltung.
Der Besuch beim Race 61 in Finowfurt und bei den Hot Heads East in Finsterwalde kann man auch schon fast als Pflichtveranstaltung betrachten. In unseren Ecken drängelten sich immer so um die 60 Leutchens und schnorrten an unserem Bier. ;-) Wir sind aber höflich und gaben auch ab, oder auch nicht. Zumindest war es einigen unserer Leute vergönnt, an diesen 1/8 Meilen Rennen teilzunehmen. Mit beachtlichem Erfolg! Die Dragster- AWO der Desperados z.B. belegte wieder einmal vorderste Plätze.
Ach ja, da stand ja noch eine geile Fahrt nach Kroatien aus. Also begab man sich auf die Reise, um unterwegs entnervt über Fußdichtungs- und Kupplungsprobleme zu fachsimpeln. Bei einer Harleywerkstatt in Prag, sicher auch nach ein paar Bier, stellte man fest, dass die polnische Ostseeküste ja auch nicht schlecht sei. Also, anreissen, Hahn auf, und durch eine wunderschöne Landschaft, super Unterkunft mit lecker Essen und weniger erfreulichen Straßenbelägen ab nach Pobirovo/ Ostsee. Ohne weitere Zwischenfälle schlug man auf. Ja, Ja als Shoveldriver muß man schon flexibel sein, aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.
Zum August/September liefen die Vorbereitungen für unsere 12.Jahresparty an. Der Herbst verkündete ja Gutes, aber ausgerechnet am Partytag goss es wie aus Kannen.
Unser Gelände war eine einzige Matschgrube. Unseren Befürchtungen der sterbenden Party setzte unsere Band „Curtis Lowe“ fast 5 Stunden lang voll die Breitseite dagegen. LEUTE; DER HAMMER!!!!
Unsere Gäste tanzten sich bei strömendem Regen warm. Wir haben so was noch nie erlebt, dass Pullover und Jacken weggefeuert wurden und dampfende Körper im Regen ausflippten. Wir sind unserer Band zu großem Dank verpflichtet, da ohne sie die Stimmung garantiert nicht so geil gewesen wäre. Wie jedes Jahr, dehnte sich die Feierlichkeit um weitere 48 Stunden aus, was uns Berlinern dieses Mal doch einigermaßen schwer fiel.
Die ersehnte Partyruhe hielt so ca. 4 Wochen. Dann fingen die ersten Glühweinabende und Weihnachtsfeiern an, natürlich auch bei uns. Für Aufregung sorgte diesmal alkoholfreier Amaretto im Glühwein. Da hat sich unser Einkäufer leicht vergriffen (Sinds die Augen...), aber wir können auch ohne Alk lustig sein.
Unsere Lieblingsspielzeuge stehen wieder in Ihren großen Bettchengaragen und werden liebevoll auf das neue Frühjahr vorbereitet. Die eine oder andere Überraschung zeichnet sich schon ab…
Und was da Anfang 2006 für Überraschungen zu Tage kamen, hat jeden Einzelnen von uns aufs Neue begeistert. Beginnend mit Kleinstreparaturen und -verschönerungen bis zu kompletten Neuaufbauten alles dabei! Nach gegenseitigen Glückwünschen und Danksagungen, Bowlingabend, Osterfeuer usw. führten uns unsere ersten Moppedtouren im Frühjahr wieder quer durchs Land Brandenburg. Die Truppe verstärkte sich durch die Neuzugänge Auge und Tommi sowie andere Bekannte, die sich gern in unserem Dunstkreis bewegen. Da muss man auch mal ein großes Dankeschön an Auge, Hähnchen und Harry bekunden. Die drei waren maßgeblich an der Renovierung eines vom Einsturz bedrohten Bunkers beteiligt. Nach Auges Anleitung erstrahlt er nun in einem freundlichen Orange. Vom Verein „Berliner Unterwelten“ erhielten wir die Einladung, mal bei einer Führung durch einen Flakbunker

Bunkertour
aus dem 2. Weltkrieg teilzunehmen. Hoch interessant, sehr empfehlenswert. Auf unsere Nachfrage hin erläuterte uns der nette Mitarbeiter, dass die Bunker und Flakgeschütze heute nicht mehr in Betrieb seien… ;-) Der nächste gemeinsame Ausflug war dann unser 
Segeltörn
Die Frischzellenkur bekommen mittlerweile unsere Lieblinge aus Stahl und Chrom auch wieder. Und was da zusammenwächst, werden wir gemeinsam im neuen Jahr bestaunen und wie immer befeiern. Und dat nich´zu knapp!! In diesem Sinne…
Lange konnten wir uns aber nicht daran aufhalten, da wir ja das neue Jahr planen wollten. Die Jahreshauptversammlung war konstruktiv und zügig abgearbeitet. Vorstand bestätigt, Touren klargemacht und Aufgaben ersonnen. Danach gingen wir zum gemütlichen Teil über und fielen nach einem spontanen Billardturnier im Friedrichshain in eine Kneipe ein. Die Belegschaft war von Schulles Schlangenbeschwörungstänzen begeistert und spendierte mehrmals am Abend belegte Schnittchen mit Bouletten. Die Getränke zahlten wir zum Teil selber…, glauben wir bis heute! Nach Martins 40sten, welcher am folgenden Tag mit chinesischem Schnaps (der stank wie dänischer Esrom-Käse!!) nochmals begossen wurde, sagten wir uns, dass einem gemeinsamen Bowlingabend nichts im Wege stehen würde. Gesagt, getan. Sieger gab es mehrere. Ohne Ausnahme fühlten wir an den Tagen danach, dass ja sone Bowlingmurmel durchaus ihr Gewicht hat und man den Balletttanz „Schwanensee“ auch mal sehr frei arrangieren kann. In 2007 war unser Hof sehr oft gefüllt. Ob das am Vierer-Geburtstag Mitte März, am Weg-Klatsch-Abend Maske vs. Hill oder an spontanen Zusammenkünften in unserem Dachterassenpool lag, kann man jetzt nicht mehr beurteilen. Wir nutzten das neu gewonnene Frühlingsgefühl und machten uns Anfang Mai einerseits auf den Weg nach Luckau zum lärmenden Dragrace und andererseits zu den Wodans nach Usedom. Danach folgte die Herrentagsausfahrt . Alle trafen sich früh zu einem verhangenen und feuchten Tag. Uli lieh sich extra ein Trike aus und wir ballerten durchs wunderschöne Brandenburg. Besuch in Neuendorf am See bei Freunden, Abstecher nach Luckau und im Regen wieder zurück. Zu unserem Schwein! Das hatte Auge vorher bei unserem Haus- und Hoffleischer bestellt. Wat war dat lecker. Seitdem haben wir einen neuen Versorger für diverse Feierlichkeiten auf unserem Hof. Im Frühjahr bekamen wir auch so eine Anfrage aus der Schweiz. Irgendwelche Leute fragten uns, ob sie auf der Durchreise nach Skandinavien bei uns nächtigen könnten. Klar, warum nicht? Schweizer Winkelemente und Käse besorgt und hoch die Tassen. Den Jungs muss das ziemlich gefallen haben, denn der Kontakt riss nicht mehr ab und Besuche hin und zurück folgten. Natürlich könnte man die Besuche bei unseren Standardtreffen Finowfurt als auch Finsterwalde bzw. Voigtshain nochmals erörtern. Das kennt Ihr aber schon alles von oben. Trotzdem immer wieder ein Besuch wert. Im Sommer trieb es alle irgendwo hin. Ob nun Italien, die schöne Ostsee, Österreich oder Tschechien mit lecker Bier; jeder brachte seine Impressionen so mit, dass auch die anderen daran teilhaben konnten. Empfehlenswert ist der Gardasee, Ceský Krumlov und Peenemünde. Mit unserer Jahresfeier, einem SUPER Konvoi im Oktober zu E-Marios Hochzeit und dem obligatorischen Glühwein- und Weihnachtsbierchenabend ging dann das Jahr auch zu Ende.
Alle(!) Kisten hielten dieses Jahr durch. Alle Kerle und Weibsen auch. Und Ihr werdet auch im Folgejahr genug von uns sehen und hören dürfen. In diesem Sinne…